Das Krieger-Ehrenmal
1933 entschloss sich die Gemeinde Völlinghausen, ein Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges aufzustellen. In der Mitte des Dorfes, an der heutigen Kliever Strasse, stellte der Landwirt Friedrich Rieke ein Grundstück zur Verfügung. In einem gemauerten Halbkreis aus Anröchter Stein wurden auf zwei Tafeln die Namen der Gefallenen eingraviert und in der Mitte ein 2 m hoher Findling, den man in der Feldflur ausgegraben hatte, aufgestellt. In einer Feier wurde das Ehrenmal 1934 eingeweiht. Nach dem 2. Weltkrieg wurden auf drei weiteren Tafeln die Namen der in diesem Krieg Gefallenen eingraviert. Als 1989 in einer Dorferneuerungsmassnahme vor der Gaststätte Linnemann ein Dorfplatz errichtet wurde, wurde das Ehrenmal nach dort versetzt, weil es bis dahin in einer Kurve der Hauptverkehrs-strasse sehr ungünstig stand. Der Findling wurde nicht wieder aufgestellt, sondern mit einem zweiten, den man ebenfalls in der hiesigen Feldflur gefunden hatte, seitlich vom Ehrenmal niedergelegt. Auf einem der Findlinge wurde 1995 eine Gedenktafel aus Bronze, an die schlesische Gemeinde Verlorenwasser, angebracht. Auf die Initiative einiger Völlinghauser Bürger, die aus diesem Ort vertrieben wurden, findet hier in jedem Jahr ein Treffen der ehemaligen Bewohner von Verlorenwasser statt.