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Die Kirche

Die katholische Kirchengemeinde gehörte seit dem frühen Mittelalter zur Pfarr-gemeinde Erwitte und diese wiederum bis 1821 zur Erzdiozöse Köln und seitdem zur Erzdiozöse Paderborn.  Eine erste Erwähnung einer Kapelle in Völlinghausen befindet sich laut Maria Ostermann in einem Kölner Archiv. Die Urkunde stammt aus dem Jahre 1625. Weiter gibt es ein Schulfoto aus der Zeit um die Jahrhundertwende, wo Völlinghauser Schüler vor einem Kirchenportal stehen, über dem die Jahreszahl 1608 zu sehen ist. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass es das Portal der alten Kirche ist, die 1905 beim Neubau der heutigen Kirche zum Teil abgerissen wurde. 1649, nach Beendigung des 30 jährigen Krieges, wurde die Kapelle von Weihbischof Frick aus Paderborn neu konsekriert, wahrscheinlich, weil sie von durchziehenden Sölnertruppen zu profanen Zwecken benutzt wurde. Weil es bis 1905 keine Berichte über einen Neubau einer Kapelle gegeben hat, ist anzunehmen, dass diese alte Kapelle bis dahin bestanden hat. 1905 wurde dann eine neue Kirche gebaut, weil die alte zu klein geworden war. In der Dorfbevölkerung gab es zwei Gruppen, von denen die eine eine ganz neue und die andere nur einen Anbau an die alte Kapelle wollte. Man einigte sich auf einen Kompromiss. Die alte Kapelle, die eine flache Decke gehabt hatte, blieb in ihren Umrissen stehen und man entfernte nur die Westwand, an welcher dann der neue Teil angebaut wurde. Der alte Teil wurde um etwa einen Meter erhöht, was man bis vor der letzten Renovierung der Aussenfassade noch erkennen konnte, und dann wurde darüber auch ein Gewölbe errichtet Beim Ausschachten der Grundmauern stiess man auf drei Skelette, die auf Grund von Uniformteilen und Waffen als russische Soldaten identifiziert wurden, die den geschlagenen Truppen Napoleons wohl gefolgt waren und hier beerdigt wurden.

Die Kapelle
Der Hochaltar in der Kapelle wurde 1912 von dem Wiedenbrücker Kunstschreiner Becker gefertigt. Die Figuren auf der linken Seite stellen die Kapellenpatrone, die Hl. Katharina mit Schwert und zerbrochenem Rad, und den Hl. Stephanus mit Steinen dar. Auf der rechten Seite stehen der Hl. Laurentius als Patron der Pfarrgemeinde mit einem Feuerrost, und die Hl. Agatha mit einer Zange, die auch Patronin der Kapelle im Nachbarort Stirpe ist.
Der Hochaltar
Die Orgel, die 1992 von Grund auf erneuert wurde, ist 1909 von dem Orgelbauer Fritz Egert in Paderborn geliefert worden. Die Kapelle wurde 1974 von aussen renoviert und 1992 fand die letzte Renovierung des Innenraumes statt, wobei auch eine neue Heizung eingebaut wurde
Die Orgel
Das Kreuz
Ein besonderes Kleinod in der Völlinghauser Kapelle ist ein Kreuz aus dem 13. Jahrhundert. Das wahrscheinlich auch schon in der alten Kapelle gehangen hat und heute im Chor über dem Zelebrationsaltar aufgehängt ist
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